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Gründungszuschuss

Jobzeitung200.jpgSelbstständig statt arbeitslos

Förderung der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit

Die Förderung von Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit wurde neu gestaltet. Die sog. „Ich-AG“ (Existenzgründungszuschuss, § 421l SGB III) und das Überbrückungsgeld (§ 57 SGB III)  sind seit dem 1. August 2006 durch ein neues Förderinstrument, den Gründungszuschuss, ersetzt worden.

Arbeitnehmer, die durch Aufnahme einer selbstständigen, hauptberuflichen Tätigkeit die Arbeitslosigkeit beenden, haben zur Sicherung des Lebensunterhalts und zur sozialen Sicherung in der Zeit nach der Existenzgründung Anspruch auf einen Gründungszuschuss. Ein direkter Übergang von einer Beschäftigung in eine geförderte Selbstständigkeit ist nicht möglich.

Der Gründungszuschuss wird geleistet, wenn der Arbeitnehmer bis zur Aufnahme der selbständigen Tätigkeit Anspruch auf Entgeltersatzleistungen nach dem SGB III hat oder in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme nach dem SGB III  beschäftigt war.

Bei Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit müssen Gründerinnen und Gründer über einen Anspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 150 Tagen verfügen. Außerdem müssen sie die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten zur Ausübung der selbstständigen Tätigkeit darlegen. Bei begründeten Zweifeln an diesen Kenntnissen und Fähigkeiten  kann die Agentur für Arbeit die Teilnahme an Maßnahmen zur Eignungsfeststellung oder zur Vorbereitung von Existenzgründungen verlangen.

Eine fachkundige Stelle muss das Existenzgründungsvorhaben begutachten und die Tragfähigkeit der Existenzgründung bestätigen. Fachkundige Stellen sind insbesondere Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, berufsständische Kammern, Fachverbände und Kreditinstitute.

Der Gründungszuschuss wird in zwei Phasen geleistet. Für sechs Monate wird der Zuschuss in Höhe des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes zur Sicherung des Lebensunterhalts und 300 € zur sozialen Absicherung gewährt. Für weitere sechs Monate können 300 € pro Monat zur sozialen Absicherung gewährt werden, wenn eine intensive Geschäftstätigkeit und hauptberufliche unternehmerische Aktivitäten dargelegt werden.

Geförderte Personen haben ab dem Monat, in dem sie das 65. Lebensjahr vollenden, keinen Anspruch auf einen Gründungszuschuss. Eine erneute Förderung ist nicht möglich, wenn seit dem Ende einer Förderung der Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit noch nicht 24 Monate vergangen sind.

Bereits bewilligte Förderungen mit Überbrückungsgeld oder Existenzgründungszuschuss bleiben von den Änderungen unberührt.
Die Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld mindert sich (in den ersten neun Monaten der Förderung) um die Anzahl von Tagen, für die ein Gründungszuschuss gezahlt wurde.
Weitere Informationen, auch zu den begleitenden Hilfen im Rahmen des Europäischen Sozialfonds, erhalten Sie bei Ihrer örtlich zuständigen Agentur für Arbeit.

Für die Antragstellung bei der Agentur für Arbeit müssen folgende Unterlagen eingerecht werden:

  • Kurzbeschreibung des Existenzgründungsvorhabens zur Erläuterung der Geschäftsidee
  • Stellungnahme einer fachkundigen Stelle über die Tragfähigkeit der Existenzgründung
  • Anmeldung der selbständigen Tätigkeit beim Gewerbeamt (für gewerbliche Berufe) bzw. beim Finanzamt (für freiberufliche Tätigkeiten)
  • ggf. notwendige Genehmigung oder Zulassung für bestimmte Gewerbe (z.B. IHK)

Fachkundige Stellungnahme

Gründerinnen und Gründer, die einen Existenzgründungszuschuss beantragen, müssen ihrer zuständigen Agentur für Arbeit ein überzeugendes Konzept und eine fachkundige Stellungnahme vorlegen.
Sie muss Auskunft geben über die persönlichen und fachlichen Voraussetzungen des Gründers und vor allem über die finanzielle und wirtschaftliche Tragfähigkeit des geplanten Unternehmens. Ansprechpartner für solche Stellungnahmen sind z.B. die Industrie- und Handelskammern (IHK), Handwerkskammern, berufsständischen Kammern, Fachverbände wie der BVNM oder Kreditinstitute.
Diese Einrichtungen prüfen auf Grundlage des vom Gründer erstellten Businessplans, ob das Vorhaben wirtschaftlich tragfähig ist.

Unsere Empfehlung

Eine Stellungnahme durch den BVNM e.V. als Fachverband kann unbürokratisch bei der Existenzgründung helfen. Die Erstellung und Beurteilung der Unterlagen erfolgt nach den Kriterien des Network Marketing und kann daher in einigen wesendlichen Punkten vereinfacht werden. Z.B. Konkurrenz- und Standortanalyse haben im NM eine andere Bedeutung. Dieses wird oftmals bei den traditionellen Einrichtungen und Beratern übersehen. Dieses gilt auch bei vielen Förderstellen.
Für eine fachkundige Stellungnahme, für Ihre Arbeitsagentur, berechen wir bundesweit für Mitglieder einen vorab vereinbarten Pauschalbetrag ab 60 Euro.

Businessplan

In letzter Zeit haben uns viele Anfragen zum Thema Existenzgründung und insbesondere zu Fördermöglichkeiten erreicht. Dabei wurde uns immer wieder die Frage gestellt, welche Inhalte ein Existenzgründungskonzept haben muss, um den Anforderungen zu genügen.

Da der Businessplan ein individuelles, auf den berufsbiographischen Hintergrund einer Einzelperson abgestimmtes Dokument ist, können wir keinen Standard-Businessplan anbieten, in dem jeweils nur der Name ausgetauscht werden muss. Wir haben aber eine umfangreiche Liste aller relevanten Fragen zusammengetragen, die im Rahmen eines Businessplanes erörtert werden müssen.

Dieses Konzept, das Mitglieder downloaden können, ist ein guter Leitfaden für die Erstellung eines förderungswürdigen Businessplanes.

 
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