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Network Marketing in Abgrenzung zu so genannten Schneeballsystemen

Wichtiger Hinweis:
Die Veröffentlichung der folgenden Inhalte stellt keine Rechts- bzw. Steuerberatung dar und begründet kein Mandatsverhältnis. Der Bundesverband Network Marketing e.V. bietet keine Rechts- bzw. Steuerberatung im Einzelfall an und übernimmt keine Haftung für die Korrektheit, Aktualität und Vollständigkeit der dargestellten Inhalte.

Network Marketing wird oftmals mit so genannten „Schneeballsystemen“ verwechselt.

Dieses landläufige Missverständnis führt dazu, dass Networker immer wieder mit dem Einwand konfrontiert sind, ihr Geschäft sei zumindest anrüchig, wenn nicht gar illegal. Um diese immer wieder kehrende und zumeist emotionale Argumentation zu versachlichen, stellen wir Ihnen hier die sechs wesentlichen Erkennungsmerkmale illegaler Vertriebssysteme vor. Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, sollten Sie auf „Geschäftsgelegenheiten“ angesprochen werden, die diese Merkmale aufweisen.

  1. Produkte werden innerhalb der Struktur zu einem jeweils höheren Preis weiterverkauft.
    Sollen Sie Waren von einem Geschäftspartner erwerben und nicht direkt vom Unternehmen, könnte dies ein Schneeballsystem sein. Die Handelsspanne für den „letzten“ Geschäftspartner, der das Produkt an einen Endkunden außerhalb einer solchen Vertriebskette vermarkten soll, ist entsprechend gering, wenn er/sie überhaupt noch eine konkurrenzfähige Ware im Sinne des Preis-Leistungsverhältnis anzubieten hat. Die Einzigen, die von solchen System profitieren, sind die Initiatoren.

  2. Ihnen werden nur dann Rabatte auf den Wareneinkauf gewährt, wenn Sie neue Geschäftspartner gewinnen.
    Werden Ihnen nur dann Rabatte auf Waren (z.B. Waren zum Einkaufspreis) gewährt, wenn Sie selbst neue Partner ins Geschäft bringen, sollten Sie von dieser Geschäftsgelegenheit Abstand nehmen.

  3. Sie erhalten auf die ledigliche Anwerbung neuer Geschäftspartner Prämien bzw. diese werden Ihnen versprochen.
    Diese sogenannten Kopfprämien sind durch den § 16 UWG als progressive Kundenwerbung dokumentiert und in Deutschland kaum zulässig.

  4. Der Großteil der Umsätze wird nicht durch die Kernprodukte des Unternehmens erzielt, sondern durch Zusatzangebote wie Seminare und Schulungsunterlagen.
    Wenn nicht die Produkte des Unternehmens, sondern der Verkauf von z.T. maßlos überteuerten Schulungsveranstaltungen und damit verbundenen Unterlagen im Vordergrund des Geschäftsmodells stehen, dann sollte Vorsicht geboten sein.

  5. Es besteht die Verpflichtung neue Geschäftspartner zu werben.
    Network Marketing ist eine Weiterentwicklung des klassischen Direktvertriebs. Direktvertrieb zeichnet sich dadurch aus, eine Ware von einem Hersteller über einen Geschäftspartner an einen Endkunden zu verkaufen. Die Handelsspanne zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis ist der Umsatz des Verkäufers. Network Marketing-Unternehmen sollten diesen Verkauf an Endkunden ermöglichen. Als Geschäftspartner im Network Marketing steht es Ihnen frei, Ihre Einkünfte über diesen Weg des Warenverkaufs zu erzielen oder zusätzlich über den Aufbau neuer Geschäftspartner an deren Umsätzen prozentual beteiligt zu werden. Schreibt das Unternehmen jedoch einen solchen Aufbau neuer Geschäftspartner vor, ist von einer solchen Geschäftsgelegenheit abzuraten.

  6. Es werden keine realen Produkte mit einem ernstzunehmenden Mehrwert vertrieben.
    Wenn Sie mit einer „Geschäftsgelegenheit“ in Kontakt kommen, die lediglich Geld einnimmt um Geld auszuzahlen (sogenannte Schenk- oder Herzkreise), oder Waren ohne realen Mehrwert vertreiben (ein gutes Beispiel für mehrwertlose Waren ist der Verkauf von Computersoftware deren Funktion lediglich darin besteht, den Verkauf eben dieser Software zu schulen), handelt es sich um kein Unternehmen im Sinne des Network Marketing. Vielmehr handelt es sich in der Regel um betrügerische Machenschaften.
Die hier beschriebenen Merkmale kennzeichnen Unternehmen, die in Deutschland im Graubereich der Rechtsprechung - wenn nicht sogar illegal - operieren und sind von Network Marketing-Unternehmen zu unterscheiden.

Bitte sehen Sie zu dieser Thematik den nachstehenden § 16 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) ein.

Auszug aus dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) § 16
Strafbare Werbung

(1) Wer in der Absicht, den Anschein eines besonders günstigen Angebots hervorzurufen, in öffentlichen Bekanntmachungen oder in Mitteilungen, die für einen größeren Kreis von Personen bestimmt sind, durch unwahre Angaben irreführend wirbt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Wer es im geschäftlichen Verkehr unternimmt, Verbraucher zur Abnahme von Waren, Dienstleistungen oder Rechten durch das Versprechen zu veranlassen, sie würden entweder vom Veranstalter selbst oder von einem Dritten besondere Vorteile erlangen, wenn sie andere zum Abschluss gleichartiger Geschäfte veranlassen, die ihrerseits nach der Art dieser Werbung derartige Vorteile für eine entsprechende Werbung weiterer Abnehmer erlangen sollen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
 

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